|
26. 04. 2010 Nachtrag zum Artikel im MT “Eingangsklasse für Vennebeck gefordert”
Meine besonderen Grüsse gehen heute an die Möllberger, die uns Vorwürfe gemacht haben wg. unserer Zusammenlegungsvorschläge. Wir möchten das bitte richtig verstanden wissen: Wir fordern keine Schliessung einer Schule als Organisation. Sie haben in Möllbergen eine funktionierende Schule mit engagierten Eltern und Lehrern, die nur leider derzeit ihren Standort in einem Gebäude mit einem seit vielen Jahren zusammengeschobenen Reparaturstau in Millionenhöhe hat. Man hat Ihnen Hoffnungen auf einen Neubau gemacht, der nur dann kommen könnte, wenn mindestens zwei andere Schulen geschlossen würden. Uns nun solches Denken vorzuwerfen, macht sehr nachdenklich. Denn wir respektieren Ihre Schule. Nur wenn sie denn ohne Neubau (ist ja kein Geld da) heimatlos würde, dann könnten wir ihr hier bei uns eine neue Heimat bieten, und genau darum geht es. Wenn Sie sich aber auch noch vor den Karren unserer Schliessung spannen lassen, dann wird auch diese Chance für Ihre Schule verloren gehen.
Zum Thema: Kleine Schule – kleine Klasse / Grosse Schule – grosse Klasse Das Argument, kleine Schulen würden gegenüber grösseren bevorzugt, weil die Lehrerstellen den grösseren Schulen entzogen würden, ist ja wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Das ist eine populäre Milchmädchenrechnung. Die Lehrerstellen werden nach Schlüssel verteilt, egal wie gross die Schule ist, das Verhältnis und erforderliche Überhänge ergeben sich aus der Klassenbildung. Wenn es nach den Bürokraten geht, soll dabei der Weg gegangen werden, möglichst grosse Klassen zu bilden und damit Lehrerkapazität für zusätzliche Förderangebote zu haben, um die bekannten Nachteile der grossen Klassen ein wenig wieder auszugleichen. Letztendlich sollen damit am Ende weniger Lehrer gebraucht werden. Diese miese Trickserei mit unseren Kindern ist für mich als Vater einfach unerträglich. Und auch die zweizügigen Schulen hier in Porta haben sehr wohl verstanden, dass das ein Irrweg ist. Gerade Holzhausen möchte doch gern drei kleinere Klassen anstatt zwei grossen. Nach dieser Rechnung wäre man dann auch da „überversorgt“. A propos Lehrerstellen. Warum eigentlich kein Verbund gerade nur an dieser Stelle? Was hindert es, einen Lehrer an zwei Schulen arbeiten zu lassen? Unsere Sekretärin teilen wir uns ja auch mit den Möllbergern...
-->Ihre Kommentare, Beiträge, Anregungen und Kritik sind willkommen! --> Kommentar abgeben
26. 04. 2010 zum Artikel im MT „In Detmold vor Wand gelaufen“
Wann spricht die Landesregierung endlich ein Machtwort? Da machen sie auf der einen Seite Wahlkampf mit „Kleinen Klassen für kluge Köpfe“ und auf der anderen Seite werden vollendete Tatsachen geschaffen, wenn etliche Grundschulen vor dem Aus stehen, weil die Eingangsklasse mit 15, 16 oder 17 Kindern nicht gebildet wird. Gespart wird dabei nur dann, wenn die Kinder so umverteilt werden, dass an benachbarten Schulen keine zusätzlichen Klassen gebildet werden müssen. Entweder also schreibt man das Wohl der Kinder und auch den Elternwillen in den Wind und stopft die Kinder da hin wo Platz ist, bis überall 30 Kinder pro Klasse erreicht sind, oder man spart ja gar nichts, im Gegenteil. Hier macht man ein schönes Gebäude leer und verödet ein Dorf, um die Kinder woanders irgendwie zusammenzupferchen. Oder man betreibt eh nur Etikettenschwindel, weil der Standort als Gebäude B sowieso weiterbetrieben werden muss. Alle wollen kleinere Klassen. Im Landtagswahlkampf werben alle Parteien damit. Vor Ort sieht die Realität anders aus. Die Schulschliessungspolitik sorgt für grössere Klassen und macht den ganzen Wahlkampf zur Lüge. Und dann wundert sich noch irgendjemand über Politikverdrossenheit. Ich persönlich weiss im Augenblick wirklich überhaupt nicht mehr, wen ich wählen soll.
-->Ihre Kommentare, Beiträge, Anregungen und Kritik sind willkommen! --> Kommentar abgeben
22. 04. 2010 Gedanken u.a. zum Artikel im MT „Vennebecker wollen am Standort festhalten”
Werbetrommel... Wo sind Nr. 17 und 18? Hier haben Sie die Chance, ihr Kind in eine kleine Klasse zu schicken, und in was für eine. Unsere Schulanfängereltern sind schon richtig zusammengewachsen und zeigen einen fantastischen Einsatz. Sie haben die Initiative ergriffen, nur die da oben zeigen sich noch stur. Wir brauchen zwei Kinder mehr! Es lohnt sich, uns kennenzulernen. Unser Modell der flexiblen Betreuung ist einmalig in Porta.
Es ist ja paradox. Für alle Varianten von Verbünden u.ä. sind 18 Kinder in der ersten Klasse erforderlich. Wenn wir die aber haben, dann brauchen wir die Varianten gar nicht, dann haben wir die erste Klasse ohne Wenn und Aber!
Es wird ja immer perfider. Unser Gebäude und seine schulische Nutzung stehen ausser Frage. Nur wir sind überflüssig. Motto: Schickt Eure Kinder nach Holzhausen, damit sie dann evtl. von da aus wieder nach Vennebeck in die Schule eingewiesen werden. Ja Hallo?
Grundschule Holzhausen, Gebäude Brrrrrr....
Und der Kindergarten ist da, wo er ist, ganz hervorragend untergebracht. 2 Gruppen in ein Gebäude mit 6 Klassenräumen ist ja auch sowas von ökonomisch.
Und die Möllberger? Wann sagt endlich jemand laut und deutlich, dass es keinen Neubau geben wird? Dafür ist kein Geld da. Punkt. Ganz egal, mit was für buchhalterischen Tricks man das „deichseln“ will, letztlich wird immer Geld verteilt, das nicht da ist. Geht nicht. Fertig. Luftschloss. Aus. Aber keiner sagt das.
-->Ihre Kommentare, Beiträge, Anregungen und Kritik sind willkommen! --> Kommentar abgeben
20. 04. 2010 zur Sitzung des Bildungsausschusses:
Man hat uns wie immer zu beruhigen versucht: Der SchulSTANDORT Vennebeck ist nicht gefährdet. Es wäre ja auch blödsinnig, das neueste und beste Gebäude aufzugeben. Soweit der gesunde Menschenverstand.
Nur - jetzt haben wir endlich erfahren dürfen, was das wirklich bedeutet. Diese Zusicherung galt NIE für unsere Schule! Nur für das Gebäude an sich. Wir müssen als Schulorganisation mit all unseren Errungenschaften und unserem Einsatz hier verschwinden bzw. die Schule als Institution mit Schulnummer und Direktor muss vernichtet werden. Wir stören die städtischen Konzentrationspläne. Und da darf ja auf gar keinen Fall eine Entscheidung getroffen werden, die gegen geltendes Recht verstossen könnte. Was in diesem Fall ehrlicher heissen müsste: Die dem Schulbürokraten nicht in den Kram passt, ihm seine Stellenpläne über den Haufen wirft. Denn wenn diese Entscheidung gegen geltendes Recht verstossen würde, dann wäre in den vergangenen Jahren mehrmals dieser Verstoss begangen worden. Denn es wurden in diversen Fällen Klassen mit 16 oder 17 Kindern genehmigt. Das ist Fakt.
Hier wurde uns also eine „Show der Ohnmacht“ geboten, um nur ja wieder nichts entscheiden zu müssen. Später fiel dann an anderer Stelle der Ausspruch: Politik muss auch mutig sein. Warum aber nur gegen den Bürger, und nicht gegen die Bürokraten? WEN vertritt denn der Bürgermeister??
Wenn wir nichts unternehmen, wäre unsere Schule nach dieser Nichtentscheidung ab Sommer de facto tot:
-Wird es keine erste Klasse geben, dann befindet sich die Schule automatisch in der auslaufenden Auflösung. Das Jahr kann im Sinne eines geordneten Schulbetriebs nicht überbrückt werden, im nächsten Jahr dürfen keine Anmeldungen mehr angenommen werden. Die selbständige Schule, einer Klasse beraubt, kann nicht reanimiert werden. -Auch für einen Verbund gilt: Jeder Teilstandort muss die ausreichende Mindestschülerzahl aufweisen. Ohne erste Klasse in Vennebeck kann der Verbund gar nicht erst gegründet werden, bzw. er wird nicht genehmigt. Paradox: Wäre im vorigen Jahr etwas dahingehendes entschieden worden, dann könnten jetzt Kinder umverteilt werden, um eine gleichmässige Klassenstärke an allen Standorten sicherzustellen. Jetzt geht das nicht mehr. -Aber auch der auslaufende Betrieb ist so nicht ohne Weiteres möglich. Ab Sommer wird die Schule dann nur noch 56 Kinder in drei Klassen haben. Rechtlich sind aber mindestens 72 Schüler für einen geordneten Schulbetrieb erforderlich. Dieser kann also damit auch nicht stattfinden.
Damit hat die Stadt diese Schule bewusst vernichtet!
Der Bürgermeister hat mich daraufhin der Verwendung von Kraftausdrücken bezichtigt, er hat sich insbesondere über das Wort „vernichten“ aufgeregt. Man vernichte nichts. Wie aber soll ich es denn bitte anders nennen, Herr Böhme?
Aber vor allem - wie geht es jetzt weiter? Was werden sie nun mit uns machen? Welche Möglichkeiten kommen da auf uns zu?
Wohin werden unsere Kinder gehen?
Wie wird die Weiternutzung der Gebäude in Vennebeck denn aussehen?
In der Sitzung kam da ja schon eine Andeutung: Der Verbund kann ja auch aus noch mehr Partnern bestehen, wenn es nur mit zweien nicht geht, dann mit drei oder vielleicht noch mehr, wobei dann natürlich nicht alle Standorte gehalten werden können, weil das ja auch für die Lehrer zu stressig und logistisch zu chaotisch wäre.
Ja wenn die Möllberger jetzt nicht aufwachen aus ihrem Neubautraum, dann weiss ich nicht. Die Stadt stellt sich also einen Verbund Holzhausen-Möllbergen-Vennebeck oder sogar Holzhausen-Möllbergen-Veltheim-Vennebeck vor. Und wir erinnern uns: Der SchulSTANDORT Vennebeck ist nicht gefährdet. Also muss ja ein anderer Standort aufgegeben werden, und diese Schüler dann nach Vennebeck kommen. Also z.B. die Möllberger nach Vennebeck.
Nun – wenn wir das zu Ende denken, wäre das für uns gar nicht so schlecht. Stellen wir uns das mal vor: Der Verbund kommt und Möllbergen zieht komplett nach Vennebeck um. Damit entsteht hier sofort ein zweizügiger Standort und (!) auch unsere erste Klasse wäre dann doch zustande gekommen, denn es müssen ja gleichmässige Schülerzahlen in den Parallelklassen sein.
Damit könnten wir doch gut leben. Fragt sich nur, wozu da die Holzhauser drin gut sind. Das könnten wir mit den Möllbergern auch allein durchziehen...
-->Ihre Kommentare, Beitrдge, Anregungen und Kritik sind willkommen! --> Kommentar abgeben
|